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Um klar zu sehen reicht oft ein Wechsel der Blickrichtung …

Um klar zu sehen reicht oft ein Wechsel der Blickrichtung …

Mit diesem passenden Zitat des französischen Schriftstellers und Piloten Antoine de Saint-Exupéry läßt sich ganz schön ein Teilbereich des Coachings beschreiben. Oft fragen mich Menschen, was denn ein Coach so genau mache und ob man als Coach so eine Art allwissender Berater sei, der auf alle (Fach)Fragen seines Klienten eine Antwort oder gar eine passende Lösung liefern kann. Dem ist natürlich nicht so. Ein Coach ist kein Fachspezialist (wobei er natürlich in bestimmten Themengebieten ein Fachwissen haben wird), er ist viel mehr ein Prozess-Spezialist der seinen Klienten bei der Bearbeitung und Klärung seines Anliegens unterstützt und begleitet.

Die Lösung liegt im Klienten!?

Der Wirkung eines Coachings liegt unter anderem die Annahme zugrunde, das die Lösung eines Problems oder eines Anliegens im Klienten selbst liegt und auch vom Klienten selbst „entdeckt“ oder erkannt werden soll. Der Coach gibt dazu quasi „Hilfe zur Selbsthilfe“. Sicherlich kennen viele von Ihnen die Situation, das man vor gefühlt unlösbaren Problemstellungen steht und die Gedanken immer um die gleichen verfahrenen Themen kreisen. Irgendwann hat man dann nur noch einen eingeschränkten Tunnelblick und ist nicht mehr in der Lage das Problem aus einer anderen (Meta)Ebene oder neutral zu betrachten. Gut gemeinte oder aufmunternde Ratschläge von außen helfen an dieser Stelle meist nicht oder können und wollen auch nicht (mehr) angenommen werden.

Aufgabe des Coachs kann es dann sein, seinen Klienten dahingehend zu unterstützen, neue oder andere Blickrichtungen auf sein Anliegen einzunehmen oder sein Problem (oder sein System) aus anderen Perspektiven zu betrachten. Dies kann durch intensive Gespräche, Fragestellungen und differenziertes Feedback, aber auch durch Interventionen oder Rollenspiele erfolgen. Die Zielsetzung dabei ist es, das Betrachtungsfeld des Klienten wieder zu erweitern (oder überhaupt erst wieder zu öffnen) und ihm dadurch wieder Raum zu geben, zu (s)einer Lösung oder zumindest zu einer neuen, möglichweise anderen Sichtweise aus seine Problemstellung zu kommen.