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Veränderung beginnt im Kleinen: Schritt für Schritt zum großen Ziel

Veränderung beginnt im Kleinen: Schritt für Schritt zum großen Ziel

Manchmal ist das Verlangen nach „der“ großen Veränderung so überwältigend, dass man am liebsten direkt alle Hebel auf einmal umlegen möchte. Das Problem daran:
Das Ziel ist oder erscheint damit oft so unerreichbar groß, dass man keinen klaren Umsetzungsplan mehr fassen kann. Es fällt schwer zu priorisieren und überhaupt die notwendigen Schritte und die Reihenfolge der Umsetzung festzulegen. Je größer das Ziel, desto größer die Hürden und Risiken auf dem Weg dorthin.

Mit diesem Blick schwindet damit automatisch auch der Mut und der Antrieb, überhaupt den ersten Schritt zu gehen. Damit also der Wunsch nach einer großen Veränderung erreicht werden kann hilft es, zunächst mit kleinen Schritten anzufangen.

Mit kleinen Veränderungen das Selbstvertrauen erhöhen

In meiner Coachingpraxis erlebe ich es immer wieder, dass Klienten zu viel und zu schnell auf einmal verändern möchten. Die Folge davon ist, dass gar nichts verändert wird, weil das Ziel dann einfach viel zu übermächtig erscheint und sich Ängste ausbreiten.

Sein Privat- oder Berufsleben (oder auch gleich beides) sozusagen von jetzt auf gleich komplett auf den Kopf zu stellen, erfordert jede Menge Mut, Kraft und zumindest eine ungefähre Vorstellung davon, wie das „neue Leben“ danach aussehen soll. Die Gedanken an eine solche einschneidende Veränderung sind in der Regel mit vielen Unsicherheiten behaftet und dies führt in der Folge eher zur Stagnation als zur nötigen Umsetzungspower. Die Veränderung wird zwar weiterhin gewollt, aber es fehlen Kraft, Selbstvertrauen und Ideen, dem Wunschgedanken Taten folgen zu lassen.

Besser ist es, erst einmal kleine Dinge in Angriff zu nehmen und Schritt für Schritt vorzugehen. Jedes Mal, wenn ein kleines Ziel erreicht wurde, wächst das Selbstvertrauen. Dies wirkt sich positiv auf das Befinden aus, sodass Energie für den nächsten kleinen Veränderungsschritt zur Verfügung steht.

Anstelle also z.B. gleich das große einjährige Sabbatical anzugehen wäre es ein Anfang vielleicht ab sofort schon mal einen Tag pro Woche (oder auch pro Monat) etwas nur für sich zu tun und dies auch konsequent. Eine kleine berufliche Erneuerung könnte die Nutzung eines Home-Office Tages pro Woche sein. Sie planen eine Selbständigkeit? Vielleicht bleiben Sie erst einmal im Job aber reduzieren von einer 5 auf eine 4-Tage-Woche – oder gehen auf halbe Tage. Kündigen können Sie später immer noch …

Mit dieser step by step Vorgehensweise haben Sie die Chance, Veränderungen ausprobieren ohne gleich alles auf eine Karte zu setzen. Zudem stellt sich ein positiver Nebeneffekt ein: Bei jeder kleinen Veränderung kann sich neu sortiert werden und oft treten im Verlauf Situationen und/oder Menschen ins Leben, die für das nächste Thema bzw. den nächsten Schritt wichtig und hilfreich sind.