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Wenn die guten Vorsätze gar nicht die eigenen sind …

Wenn die guten Vorsätze gar nicht die eigenen sind …

Zunächst wünsche ich Ihnen und Euch allen ein frohes neues Jahr! Im letzten Blogartikel ging es bereits um die guten Vorsätze und ich stellte die SMART-Methode vor. Das A von SMART steht für „attraktiv“ oder auch „akzeptiert“. Diesen Punkt möchte ich heute nochmal aufgreifen, denn für die Umsetzung des Vorsatzes ist es wichtig, wie attraktiv das Ziel für Sie ist.

Wie attraktiv ist Ihr guter Vorsatz fürs neue Jahr?

Es gibt viele Gründe, warum Vorsätze scheitern und entweder nur halbherzig oder gar nicht umgesetzt werden. Das Phänomen wiederholt sich jedes Jahr aufs Neue: Zum Ende eines Jahres wird sich vorgenommen, dies oder das zu ändern und schon am Anfang des neuen Jahres möchte man von den guten Vorsätzen eigentlich nicht mehr viel wissen. Laut einer Umfrage von statista nahmen sich 25 Prozent der Teilnehmer für 2016 vor, mehr Sport zu treiben und weitere 25 Prozent der Befragten möchten sich gesünder ernähren. Ob diese Vorsätze in die Tat umgesetzt werden, hängt unter anderem von der Attraktivität dieser Ziele ab und das kann nur jeder Einzelne für sich selbst entscheiden.

Was ist nun mit attraktivem Ziel gemeint? Soll es nicht nur beim Vorsatz bleiben, muss dieser für Sie persönlich attraktiv sein. Bei der SMART-Methode steht das A auch für „akzeptiert“. Meiner Meinung nach sollte ein Ziel aber nicht nur akzeptiert sein, sondern es sollte so reizvoll für Sie sein, dass Sie eine gewisse Vorfreude spüren.

Können Sie es kaum abwarten, mit der Umsetzung zu beginnen? Haben Sie bereits die ersten Schritte getan und sind immer noch hoch motiviert? Fühlen Sie sich mit Ihrem gewählten, neuen Weg wohl? Dann wird der Vorsatz Ihrem Innern entspringen und eine hohe Attraktivität vorweisen. Diese Motivation und die Freude am Tun sind Zeichen dafür, dass Sie sich auf ein selbstbestimmtes Ziel zubewegen, das Ihren eigenen Bedürfnissen entspricht.

Oftmals sind die guten Vorsätze jedoch fremdbestimmt. Das ist den meisten Menschen jedoch nicht bewusst und somit hadern sie mit sich selbst und fragen sich, warum sie es nicht schaffen, ihren Vorsätzen Taten folgen zu lassen.

Fremdbestimmt oder selbstbestimmt – überprüfen Sie Ihre Vorsätze

Allgemein lassen sich Menschen größtenteils fremdbestimmen. Das hängt alleine schon mit dem Umfeld zusammen: Nachbarn, Kollegen, Bekannte, Freunde usw. Oft suchen wir uns unbewusst ein Umfeld aus, das uns bereits aus früheren Zeiten bekannt ist. In diesem Umfeld herrschen also viele Überzeugungen vor, mit denen wir aufgewachsen sind und die wir einfach übernommen haben, ohne diese zu hinterfragen.

In diesem Umfeld fühlt man sich sicher, denn man umgibt sich mit Bekanntem. Nun fasst man also einen Vorsatz und der verpufft genauso schnell, wie er gefasst wurde. Warum? Weil dieser Vorsatz gar nicht den eigenen Bedürfnissen, Wünschen und Überzeugungen entsprach. Vielleicht sind Sie in einer Karriere orientierten Familie groß geworden und Ihr heutiges Umfeld ähnelt Ihrer Familie sehr. So könnten Sie beispielsweise den Vorsatz treffen: Im neuen Jahr kümmere ich mich endlich um meine Karriere und mache eine Fortbildung im Bereich …xyz !

Wenn Sie Lustlosigkeit, wenig Motivation und keine Vorfreude spüren, wird es mit diesem Vorsatz nichts werden. Bei einem selbstbestimmten Vorsatz, der Ihren Bedürfnissen und Wünschen entspricht, gehen Sie motiviert an die Sache und beim Gedanken an das Ziel werden Sie eine Art Vorfreude spüren. Sie freuen sich auf den Weg, den Sie betreten möchten und werden auch nicht lange warten, um den ersten Schritt zu gehen.

Fragen Sie sich, warum Sie diesen Vorsatz gefasst haben? Was versprechen Sie sich davon? Welche Vorteile erwarten Sie, wenn dieser Vorsatz umgesetzt ist? Entspricht das Ziel Ihren eigenen Wünschen und Bedürfnissen?

Idole, Vorbilder können auch zur Fremdbestimmung werden: „Ich möchte so sein wie XY und deshalb nehme ich mir vor, ab sofort dies und das zu tun (oder nicht mehr zu tun)!“ Sie werden niemals so sein wie XY, denn XY ist genauso einzigartig, wie Sie es sind. Vorbilder sind nicht schlecht, denn sie können uns eine Richtung vorgeben. Ob auf dem Weg jedoch ständig Stolpersteine liegen, die Ihnen schwierig zu bewältigen erscheinen oder ob diese Stolpersteine eher mit Leichtigkeit und spielerisch zur Seite geräumt werden können hängt davon ab, ob Sie selbstbestimmt handeln oder sich von einem fremden Bild leiten lassen. Bedenken Sie immer, dass Sie Ihr Vorbild nur von außen betrachten können. Die Gedanken, Überzeugungen, Erfahrungswerte usw. befinden sich im Innern der Person und machen diesen Menschen erst zur einzigartigen Persönlichkeit. Fassen Sie also lieber selbstbestimmte Vorsätze, für dessen Weg Sie Ihre eigene Persönlichkeit formen und wachsen lassen können.

Link zu statista: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/498928/umfrage/umfrage-in-deutschland-zu-den-vorsaetzen-fuer-das-neue-jahr/