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Wie man vom Denken ins Handeln kommt … – Teil 3

Wie man vom Denken ins Handeln kommt … – Teil 3

Willkommen zum dritten Teil der lockeren Serie „Wie man vom Denken ins Handeln kommt …“
Nach meinen ersten beiden Beiträgen zu den Themen „Planung“ und „Aufgaben delegieren“ widme ich mich heute dem Aspekt „Entscheidungen treffen“.

„Nichts ist für die Ewigkeit“ oder auch „Eine Entscheidung ist so lange richtig, bis sie revidiert wird“ – mit diesen beiden Statements nehme ich mein Fazit oder meine Kernaussage heute ausnahmsweise schon mal vorweg.

Viele Menschen tun sich aus zwei Gründen oft unheimlich schwer damit Entscheidungen zu treffen.
Sie glauben immerzu noch nicht alle Grundlagen oder Informationen zur Entscheidungsfindung beisammen oder berücksichtigt zu haben.
Sie vergessen häufig das einmal getroffene Entscheidungen nicht für die Ewigkeit Bestand haben sondern durchaus auch wieder rückgängig gemacht oder neu und damit anders entschieden werden können.

Ich gebe Ihnen ein kleines Beispiel. Ein guter Freund von mir trägt sich mit dem Gedanken ein neues Auto zu kaufen. Genau genommen tut er das allerdings fast seit wir uns kennen und das ist schon eine beachtlich lange Zeit. Nun ist es bei ihm so, dass sowohl seine berufliche als auch seine familiäre Situation immer gewissen Schwankungen oder regelmäßigen Veränderungen unterliegt. Diese Dinge versucht er irgendwie beim Thema Autokauf zu berücksichtigen, kommt am Ende damit aber zu gar keinem Ergebnis.

Er weiß nämlich nicht ob gerade ein Sportwagen oder Familien-Van sinnvoll ist – aktuell vielleicht eher ein Sportwagen, aber was, wenn doch die richtige Partnerin daher kommt und diese hat vielleicht Kinder oder möchte welche? Er weiß auch nicht ob ein Diesel oder ein Benziner die bessere Wahl ist. Aktuell muss er als Freelancer viel pendeln, aber das Projekt neigt sich dem Ende und eigentlich wäre es ohnehin besser mit der Bahn zu fahren und das nächste Projekt kann auch ganz woanders stattfinden …

In der Zeit, die ihn dieses Thema immer wieder einholt, hätte er locker zwei Leasingzeiträume à 36 Monate hinter sich gebracht und dabei zwei schicke Autos fahren können. Stattdessen ist er nicht nur nach wie vor im gleichen Wagen wie seit Jahren unterwegs, es kommen zwei Dinge dazu: eine latente Unzufriedenheit und das Problem, das dieses Thema immer wieder im Kopf ist, Zeit und (Gedanken)raum einnimmt und im schlimmsten Fall andere Entscheidungen blockiert.

Wie grundsätzlich in all meinen Beiträgen, möchte ich natürlich nichts verharmlosen. Selbstverständlich gibt es eine Vielzahl von Situationen, wo Entscheidungen große Konsequenzen nach sich ziehen können und somit gut überlegt und alle Pro und Contra abgewogen werden müssen. Niemand kündigt seinen Job mal einfach so oder unterschreibt ohne reifliche Überlegung und Planung einen Kreditvertrag.

Analog zu meinem ersten Beitrag zum Thema „Planung“ gilt aber auch hier: 100%tige Sicherheit gibt es nicht, dann müsste man in die Zukunft schauen können. Dinge analysieren, abwägen, überdenken – und dann entscheiden! Verändern tun sie sich dann von ganz alleine und im Zweifel stellt sich eine getroffene Entscheidung später als falsch oder zumindest als nicht ideal heraus – wer kennt das nicht?

Sie kann dann aber (zumindest in den meisten Fällen) auch anders bewertet und neu getroffen werden – dessen sollte man sich immer bewusst sein.