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Wie man vom Denken ins Handeln kommt … – Teil 4

Wie man vom Denken ins Handeln kommt … – Teil 4

In meinem vierten Blogartikel der Reihe „Wie man vom Denken ins Handeln kommt …“ geht es heute um einen oft unbemerkten aber entscheidenden Stolperstein bei der Umsetzung seiner Pläne oder der Erreichung der eigenen Ziele: die Wahl der falschen Gesprächspartner.

Sie sind sich selbst noch etwas unsicher, ob Ihre Pläne umsetzbar sind oder wissen noch nicht, welche geschäftliche Entscheidung Sie treffen wollen? Am liebsten möchten Sie mit jemandem reden, um sich über Ihre Ziele und den Weg dorthin sicher zu werden. Suchen Sie sich jedoch den falschen Gesprächspartner aus, werden Sie nachher womöglich mehr Zweifel als vor dem Gespräch haben und Sie brauchen länger, um vom Denken ins Handeln zu kommen – wenn Sie Ihr Vorhaben nicht direkt „begraben“.

Über Ziele reden oder schweigen?

Oft wird geraten, seine Ziele anderen Menschen mitzuteilen, da dann der Ansporn größer ist, sein Ziel auch zu erreichen.
Ein einfaches Beispiel dafür ist z.B. das Vorhaben, sich das Rauchen abzugewöhnen. Weiß das Umfeld von diesem Plan, werden Sie sich wohl keine Zigarette in Anwesenheit von Freunden, Familienmitgliedern oder Kollegen anzünden. Der Druck ist somit stärker, weil Sie sich nicht blamieren möchten oder nicht als Versager dastehen möchten.

Bei solchen Vorhaben kann es gut sein, wenn andere Menschen daran erinnern, welches Ziel man vor Augen hatte – falls das Verlangen nach Nikotin größer als die Zielerreichung wird. Bei anderen, möglichweise gravierenderen Vorhaben, sollte der Gesprächspartner jedoch sehr gut ausgesucht werden.

Ob Sie aufhören zu rauchen oder eventuell ein erfolgreicher Unternehmer werden könnten, wird vom Umfeld unterschiedlich bewertet. So kann es schnell passieren, dass Ihre beruflichen Pläne niedergeredet werden und Sie am Ende des Gesprächs zweifelnd und verunsichert über Ihr Ziel nachdenken.

Es gibt verschiedene Gründe, warum Ziele von anderen Menschen abgewertet werden. Manchmal ist Neid ein Grund für das unbewusste Säen von Zweifeln: Man gönnt dem anderen keinen Erfolg, wenn man selbst wenig erfolgreich ist. Häufig spielen aber auch Ängste der Gesprächspartner eine Rolle für den Verlauf des Gesprächs über die eigenen Ziele. Ein Familienmitglied hat eventuell Angst vor Veränderungen im Familienleben. Ein guter Freund mag vielleicht ähnliche Pläne gehabt haben und traute sich nicht, diese in die Tat umzusetzen oder scheiterte an seinem Vorhaben. Die eigenen Eltern haben verständlicherweise Angst um die Kinder, hängen jedoch generationsbedingt oft alten Ansichten und Glaubenssätzen nach.

Mit der eigenen Courage hält man dem anderen Menschen auch einen Spiegel vor, in dem erkennbar wird: Eigentlich hatte ich auch einmal Ziele, aber mir fehlte der Mut zur Umsetzung. Oft wird dann nicht motiviert, sondern vom Vorhaben abgeraten – Gründe, die gegen das Ziel sprechen, sind schnell gefunden.

Nun möchte ich Ihnen trotzdem nicht davon abraten, über Ihre Pläne zu reden. Schweigen kann hilfreich sein, wenn Sie selbst keinerlei Zweifel mehr haben und mit einer großen Portion Selbstsicherheit den ersten Schritt auf Ihrem Weg setzen können.
In der Regel drehen sich aber die Gedanken im Kreis, wenn es Ihnen bisher schwerfiel, vom Denken ins Handeln zu kommen. Reden Sie über Ihr Ziel, aber suchen Sie sich dazu ganz bewusst Ihren Gesprächspartner aus.

Auf den richtigen Sparringspartner kommt es an

Ein guter Gesprächspartner schaut objektiv auf Ihr Ziel. Bei Entscheidungen, die zu treffen sind, können gemeinsam die Lösungsmöglichkeiten und Ideen analysiert und besprochen werden, sodass Sie mehr Klarheit bezüglich Ihrer Pläne erhalten. Sie gehen also mit einem freieren Kopf aus dem Gespräch heraus und fühlen sich motiviert, den ersten Schritt anzugehen.

Oft ist es schwer, einen solchen Sparringspartner im Kollegen-, Familien- oder Freundeskreis zu finden, denn all diese Menschen sind auf irgendeine Weise mit Ihnen emotional verbunden.

Deshalb rate ich bei wirklich entscheidenden Vorhaben zu einem Coaching. Als Coach habe ich die Möglichkeit, neutral und mit emotionalem Abstand Ihre Ziele, aber auch Ihre Zweifel oder Bedenken sowie Ihre Kompetenzen und Stärken zu betrachten. Ich kann mit Ihnen verschiedene Perspektiven einnehmen, Optionen und mögliche Konsequenzen durchspielen. Das alles in einem geschützten und wertfreien Rahmen. Probieren Sie es aus!